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Das Steinkohle-Kraftwerk Hamburg Moorburg und seine Alternativen

Martin Pehnt, Helmuth Groscurth et al.

Studie für den BUND, Heidelberg / Hamburg, November 2007

Zusammenfassung

In Hamburg-Moorburg plant der Energieversorger Vattenfall den Bau eines Steinkohle-Kraftwerks. Mit über 1600 Megawatt elektrischer Leistung würde es zu den größten Kraftwerken Deutschlands gehören. Was bedeutet ein Steinkohlekraftwerk von dieser Größe? Dieser Bericht untersucht die ökologische und ökonomische Tragfähigkeit der Planungen und beantwortet die Frage, ob das Kraftwerk mit einem nachhaltigen Energieszenario für Deutschland und für Hamburg kompatibel ist. Anhand von Ökobilanzen werden die Neubauplanungen für Moorburg klima- und umweltpolitisch eingeordnet. Außerdem wird erläutert, wie sich die Marktbedingungen für Kohlekraftwerke durch die Liberalisierung des Strommarktes und den steigenden Anteil an erneuerbaren Energien verändern. Dieser Bericht zeigt:

  • Das Kraftwerk ist wesentlich klimaschädlicher als viele andere Kraftwerke,
  • es passt nicht in die zukünftigen Erzeugungsstrukturen eines auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beruhenden Energiesystems,
  • es ist insgesamt ökologisch und wirtschaftlich fragwürdig, und
  • es gibt sinnvollere und – auch kostenseitig – tragfähige Alternativen.

Die Potenziale für erneuerbare Energien, Stromsparmaßnahmen und Kraft-Wärme-Kopplung in Hamburg reichen aus, um den gesamten Energiebedarf der Großstadt abzudecken, und die Kosten einer solchen Alternative sind betriebs- und gesamtwirtschaftlich gesehen günstiger.