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Klimaschutzziele in Deutschland - eine arithmetische Betrachtung

Sven Bode

In: Zeitschrift für Umweltrecht und Umweltpolitik (2005) 3:371-381

Zusammenfassung

Ziele hinsichtlich der Emissionen von Treibhausgasen (THG) für Nationalstaaten werden durch die Diskussion auf nationaler, europäischer und globaler Ebene geprägt. Diese Emissionsziele können, müssen aber nicht identisch sein, wie dies zum Beispiel in Deutschland und Großbritannien zu sehen ist. Da nach dem Kyoto-Protokoll die Verhandlungen über die Ziele für die sog. zweite Verpflichtungsperiode (ab 2013) spätestens 2005 beginnen sollen, wird die entsprechende Diskussion in Kürze an Dynamik gewinnen. Aber auch im Rahmen des EU-weiten Handels mit THG-Berechtigungen, der am 1.1.2005 beginnen soll, ist eine zügige Festlegung von mittelfristigen Emissionszielen wünschenswert. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Artikel das nationale CO2-Reduktionsziel für Deutschland für 2005 sowie mögliche Ziele für alle Treibhausgase nach 2012. Dabei wird eine arithmetische Analyse der Emissionsintensität in Deutschland verwendet. Es wird unterstellt, dass auf Grund des allgemein erwünschten Wirtschaftswachstums Emissionsreduktionen nur durch eine Minderung dieser Emissionsintensität erzielt werden können. Die Berücksichtigung der Entwicklung dieser Intensitäten in der Vergangenheit kann Hinweise auf erreichbare Ziele in der Zukunft bzw. ggf. zusätzlich erforderliche Maßnahmen geben.